Vielleicht erhältst Du eine Antwort, wenn Du auf dieses Bild meditierst:
Wie mache ich das?
Bitte prüfe vorab, ob Du wirklich eine Antwort wünschst. Wenn Du Dir sicher
bist, dann prüfe, ob dies Dein Weg ist. Wenn Du Dir auch damit sicher bist,
dann
- Setze Dich auf einen Stuhl, Hocker oder auf den Boden beispielsweise im Schneidersitz vor Dein Anzeigegerät (Handy, Tablet, Monitor,...)
- Richte das Bild so auf Deinem Anzeigegerät aus, dass Du nur das Bild siehst und durch nichts abgelenkt bist
- Atme einige Atemzüge ruhig und komme zur Ruhe
- Entspanne Dich:
- Richte deinen Kopf senkrecht über Deinen Schultern so aus, dass Du kaum Kraft brauchst, ihn zu halten
- Lasse die Schultern entspannt nach unten hängen
- Halte Deinen Rücken gerade, aber entspannt
- Spüre, wie Deine Beine und Dein Becken ruhig und entspannt Deinen Körper tragen
- Fühle den Boden mit den Füßen
- Spüre die Verbindung zur Erde, die Dich trägt
- Entspanne Deinen Kiefer und Deine Augen
- Spüre die Klarheit, sich sich in und um Deinen Kopf herum einstellt
- Wenn Du Dich wohl fühlst, fokussiere Deinen Blick auf den Kristall
- Versuche, eine eher aufsaugende, offene, empfangende Haltung mit der Gesamtwahrnehmung einzunehmen
- Genieße die Stille und liebevolle Klarheit, die sich ausbreitet
- Erwarte nichts, setze ein feines, entspanntes Lächeln auf Deine Lippen und lasse Dich ganz tief in das Bild fallen
- Wenn das Bild in Deiner Wahrnehmung einen stabilen Platz eingenommen hat, schließe die Augen und versinke in dieses geistige Bild
Das klingt skurril. Ist das nicht gefährlich?
Wenn Du Dich unwohl fühlst, dann solltest Du es wohl besser nicht machen.
Du bist für Dich selbst verantwortlich, und solltest Dir von niemandem etwas
"andrehen" lassen - Deine Seele kennt Deinen Weg.
Aber irgendwie fasziniert es mich doch?
Vielleicht ist nur der Zeitpunkt noch nicht gekommen. Überstürze nichts.
Schlafe nochmal drüber. Nicht jeder Tag ist für Einsichten und den Empfang von
neuen Impulsen gleich gut geeignet.
Die Idee resoniert mit mir - aber das Bild ist nicht so meines...
Kein Problem. Setze innerlich die klare Absicht, dass Du Dein Bild empfangen
möchtest. Achte dann in den nächsten Tagen auf Eindrücke, Gegenstände oder
Szenen. Vielleicht erkennst Du dann Dein Meditationsbild auf den ersten Blick!
Eine Alternative ist, als Meditationsobjekt den Atem zu verwenden. Das kann am
Anfang etwas herausfordernd sein, und erfordert vermutlich etwas mehr Geduld,
ist aber keineswegs ungeeigneter: Du kannst beginnen, Deinen Atem zu
beobachten. Strömt er gleichmäßig ein? Wie ist die Zeit des Einströmens und
des Ausströmens aufgeteilt? Wird Dein Herzschlag langsamer, kehrt mehr Ruhe
ein? Atmest Du bewusst ein und aus - oder bist Du bewusst während des Atmens?
Bedenke: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.
Mich erfasst eine merkwürdige Traurigkeit
Das kann vorkommen. Nichts an unserem menschlichen Erleben ist schlecht. Warum
solltest Du Deine Traurigkeit loswerden wollen, wenn Du doch ein trauriges Kind
ohne "Ändern-wollen" in den Arm nehmen kannst? Du bist nicht schlechter, wenn
Du traurig bist. Du bist authentischer, wenn Du es Dir eingestehst. Und das ist
der Same, der zu keimen beginnt.
Ich kann den Kristall gut vor meinem inneren Auge sehen. Aber es passiert nichts?
Versuche mal zu fühlen, wo Du den Kristall spüren kannst. Gibt es einen Ort im
oder am Körper, wo er zu sein scheint?
Auch kannst Du versuchen, durch den Kristall hindurch zu blicken. Von wo kommt
das Licht? Welche Farbe hat es? Welche Farbmuster entstehen? Sind Formen
erkennbar?
Achte auch auf Deinen Geruchssinn. Hast Du den Eindruck, beim Einatmen eine
feine Qualität wahrzunehmen? Erinnert es Dich an etwas? Lässt sich eventuell
dem zarten Geruch eine Farbe zuordnen? Ist der Geruch begrenzt oder eher
wolkenartig verschwommen? Fühlt es sich neutral, weich, nährend oder gar
liebevoll an? Tauchen zusätzliche Bilder in dieser Qualität auf?
Kannst Du die durch den Atem eingeflossene Qualität im Körper verorten? Wo in
etwa?
Achte auf Deine Körperwahrnehmung im Allgemeinen: fühlst Du Dich weiter,
offener? Wie örtlich ist die Wahrnehmung? Wo ist sie gerade lokalisiert?
Haben sich Emotionen langsam eingeschlichen, die vorhin noch nicht da waren?
Sind sie im Körper konkret fühlbar, oder Dir einfach als Emotionen bewusst?
Ich versuchte es schon mehrfach, aber es klappt nicht?
Wir sind auf Leistung getrimmt. Das legt man nicht mit einem Mal ab. Kannst Du
Dich so annehmen, wie Du jetzt gerade bist? Mit Deinem Frust, dass es nicht
klappt? Sei nachsichtig mit Dir!
Wer fordernd und ungeduldig um seine Setzlinge im Garten herumkreist, vergeudet
seine Zeit. Zyklen lassen sich nicht beschleunigen.
Selten können wir bestimmen, was geschieht - aber wir haben stets die Wahl, wie
wir damit umgehen:
Empfehlung: Lächle und genieße, dass es gar nicht passieren muss. Denn müsste
es jetzt passieren, hätte es Dir das Schicksal bereits vor die Füße geworfen.
Und dann würdest Du vielleicht klagen, dass man Dir keine Wahl gelassen hat ;-)